Und wieder einmal ein Großereignis der Automobilbranche, die AMI - Auto Mobil International 2010 in Leipzig
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Selbstverständlich waren wir gleich am ersten Tag pünktlich zur Öffnung 9.00 Uhr in Leipzig, unser Glück, denn was danach in Richtung Messegelände "walzte" war möglicherweise bezogen auf die Geschichte nur mit den Kreuzzügen ins Heilige Land vergleichbar. Alles können wir zwar hier nicht dokumentieren, aber ein paar nette Einblicke denke ich sollten für unsere Leser doch interessant sein. Nicht nur Prototypen, welche uns einen Blick in die Antriebsagregate der automobilen Zukunft gewähren waren zu sehen, sondern auch ein paar exclusive Vertreter vergangener Tage so wie prominete, die in aller Munde sind. Nicht nur die oben bereits 2008 vorgestellte Hybrid Version des RC welche uns den bereits vorab avisierten Blick in die Zukunft gewährt, auch der Opel Kapitän, welcher in seiner Epoche in Technik und Design seiner Zeit voraus war beeindrucken immer wieder die Besucher. Ebenfalls der BMW Z8 "James Bond Edition" waren bereits im Eingangsbereich ein
Besuchermagnet,
bevor die ersten Aussteller kamen. Bei Mercedes, einem unserer ersten Anlaufpunkte, glänzte der SLK als Augenweide im halogenen Licht der Flutbeleuchtung. Der Hersteller hat sich besonders viel Mühe gegeben, die Marke auch interessierten Besuchern schmackhaft zu machen, welche eigentlich nicht zum engeren Interessentengebiet gehören. Die Mitarbeiter waren freundlich und im Erkärungswortschatz anwenderfreundlich eingestellt. Nicht zu erklären brauchte man den SLS. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, das der SLS als neuer Dienstwagen von Michael Schumacher, aus Rücksicht auf seine Vergangenheit in "Ferrarirot" lackiert wurde, damit Ihm die Umgewöhnungsphase leichter fallen sollte. Ich bin der Meinung, das Sprichwort mit dem "geschenkten Gaul" passt da eher...... Porsche präsentierte außer seinen gängigen Sportwagen mit und ohne Dach natürlich auch den Panamera, welcher den Einstieg ins Limousinensegment bringen sollte. Die Käuferschicht sei mal freigestellt.
Bei Porsche hätte uns persönlich gefreut, wenn man den "Mann aus dem Volk" der eine Frage stellt, und welcher aus Sichtweise des Standbetreuers nicht sofort als "Kunde" charakterisiert wird ,etwas mehr auf gleicher Augenhöhe behandeln würde und nicht gleich, wenn man die Frage nach der Kaufabsicht mit "nein" beantwortet ,den nächsten Besucher anbaggert. Die Marke selbst ist Klasse, allerdings das Marketing lässt viele Wünsche offen. (Kann ich nach 21 Jahren im Marketing/Vertrieb einschätzen) Man könnte vieles besser machen, wenn man das System mal von außen betrachtet, und nicht immer nur von innen aus der eigenen Organisation heraus. Weiter ging die Reise zu einem Außenseiter in unseren Landen, allerdings in Richtung der aufgehenden Sonne betrachtet der Markenname für Allradautos schlechthin : Subaru. Mit dem Impreza XV hat man es wieder geschaft, einen Serienwagen den Ansprüchen von Individualisten gleichzusetzen. Mit einem etwas dichterem Servicenetz könnte man die Verkaufszahlen aller Subaru in Deutschland verdoppeln.
Bei Volkswagen müssen wir uns natürlich etwas länger aufhalten, da es viele ganz neue und auch "nur" neue Impressionen einzufangen gilt. Als erstes ging`s zum NEUEN Touran, welcher jetzt Mitte des Jahres in die Autohäuser kommt.
Wir fanden, man hätte im äußeren Erscheinungsbild durchaus noch etwas ändern können um einen optisch markanteren Unterschied zum Vorgänger zu setzen. Ganz anders beim neuen Sharan. Das erste mal, das VW im PKW Bereich gute Ideen aus dem Nutzfahrzeugsegment verbaut: die Schiebetüren im Fond. Sehr familien- und kinderfreundlich, versenkbare Sitze in der 2, Sitzreihe im Fond, und , was ganz wichtig ist: Jetzt ist die Karosserieform ein Volkswagen. Die Verkaufszahlen werden das mit Sicherheit bestätigen.
Ebenfalls auffällig ist die Cross- Version des neuen Polo . Die Farbe ist einfach irre. Aber was uns natürlich am meisten interessiert ist der Amarok. Ebenfalls nach "Jahren der Entbehrung" als der Taro wegfiel der ja eigentlich ein Toyota Hilux war, und wir zurückschweifen auf die VW Taro Doppelkabine (oder
Innen auf Grund der Preiseinstufung eher sporadisch gehalten aber natürlich sehr gelungen. Selbstverständlich bekommt man ebenfalls, falls gewünscht Luxus und Leder gegen Aufpreis. Somit ist der neue Volkswagen Amarok
sowohl im Handwerkersegment als auch im Segment der Pickup-Individualisten zu Hause. Die Konkurenz aus Japan sollte sich warm anziehen. Beeindruckend waren natürlich wieder die Impressionen vom T5 GP in unserem Beispiel als aktuelles Sondermodell T5 Multivan "Team" anlässlich der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika 2010, oder als California. Bei Audi gefiel uns der A1 als "preiswerter" Vertreter der Nobelmarke. Was uns entäuschte war, das Audi als Innovationsträger in der Autombilbranche wirklich nichts hatte ,was einem so richtig den "boah" Effect abringen würde. Schade eigentlich, aber Audi schwimmt momentan auf der Suppe und muss auf Grund der guten Verkaufszahlen nicht nach links und rechts sehen. Zum Schluss des Kurzen Ausflugs auf die AMI 2010 in Leipzig noch zwei amüsante Fotos. Zum einen für die Zeitgenossen, die "Autolack" mittlerweile langweilig finden und alternativen zur äußeren Veredelung ihres Fahrzeugs suchen und zum anderen eine Anregung für diejenigen unserer Zeitgenossen, welche trotz Chiptuning, Kompressor- oder Turboladernachrüstung immer noch nicht auf die erträumte Leistung kommen.
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